Die vergessenen Kinder

Neben dem Wohnheimprojekt für Mädchen in Mubuga arbeiten wir derzeit auch an einem Schulprojekt in Gisenyi.
Normalerweise finde ich es etwas besser, wenn man erst eine Sache abschließt und sich dann erst neuen Aufgaben widmet. Eigentlich wollte ich es mit der Schule in Gisenyi ebenso handhaben. Da ich aber nicht absehen kann, wann das Wohnheim in Mubuga finanziert ist und erschwerend dazu kommt, dass die Schule in Gisenyi bzw. die Kinder der Batwa JETZT und nicht „später irgendwann“ Unterstützung brauchen und es wirklich  gerade „brennt“ haben wir uns gedacht, wo ein Wille da ein Weg und dann gibt es halt zwei größere Projekt gleichzeitig. Schaffen andere auch, warum wir nicht?

Warum  dieses Projekt ?
Hintergründe und Geschichte der Batwa könnt Ihr hier lesen. Durch die katastrophalen Lebensbedingungen, dem fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser, dem fehlenden Zugang zur Gesundheitsversorgung und der Mangelernährung gibt es eine Sterblichkeitsrate der Kinder unter 5 Jahren von 40%. Das ist unfassbar! Letzte Woche starben 3 Kleinkinder eines Dorfes innerhalb weniger Tage. Wenn man es schafft zu überleben, dann auch nur für kurze Dauer: die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei unter 40 Jahren.

Und das nur aufgrund der Lebensbedingungen – die sich ändern lassen könnten!

Die Batwa sind ein vergessenes Volk und akut vom Aussterben bedroht. Ihr jahrtausende altes Wissen über die Natur geht bald verloren.

Hier weiß kaum jemand um deren Schicksal und in Ruanda und in anderen Teilen Ost – und Zentralafrikas leben die Batwa am absoluten Rand der Gesellschaft.

Keine Stimme, keine Lobby, keine Rechte, keine Bildung – keine Zukunft!

Wenn wir nachhaltig und effektiv etwas ändern möchten, dann sollte es nicht bei der Akutversorgung mit Krankenversicherungen, Wasser, Lebensmitteln etc bleiben sondern man sollte die Lebensbedingungen grundlegend ändern und den Batwa Möglichkeiten bieten, ihr Leben selber zu bestimmen, unabhängig zu werden und sich in die Gesellschaft integrieren zu können.
Den Kindern der Batwa wird oft der Zugang der Schule verweigert. Ihnen wird nicht zugetraut, dass sie lesen, schreiben und rechnen lernen können. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße werden sie stigmatisiert.
Die Malaika-Schule ist die einzige Schule, die sich um die Kinder der Batwa kümmert.
Sie möchte das auch weiterhin tun und ihre Vorschulaktivitäten um eine Grundschule erweitern. Geplant ist eine Schule für 250 Kindern, wo Batwa und andere Kinder zusammen lernen. Integration, Bildung und Aufklärung sind da die Leitgedanken.

Wir hoffen auf Eure Unterstützung!

Seht mal, mit wie wenig, man schon wie viel erreichen kann:

 

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Hier gibt es den Flyer zum Download:  Die Kinder der Batwa

Und hier in english: Children of Batwa

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