Warm welcome

Nach über einem Jahr ohne Besuch vor Ort, sind Marleen und Janine am Dienstag wieder nach Ruanda geflogen und fast direkt vom Flughafen zum Ausbildungszentrum Mama Courage durchgestartet.

Derzeit wird dort der dritte Ausbildungsjahrgang unterrichtet und zur Näherin ausgebildet, während die Kinder im gleichen Haus betreut werden. Dieser aktuelle Jahrgang unterscheidet sich etwas zu den vorherigen. Wir haben statt 24, derzeit 17 Auszubildende, die etwas mehr Zeit brauchen und daher wird ihre Ausbildungszeit verlängert.

Alle Kinder der jungen alleinerziehenden Mütter sind unter 2 Jahre alt – eine Herausforderung für Sabine, die die Kinder betreut und versorgt, damit die Mütter in Ruhe lernen können.

Ein Besuch bei Mama Courage ist immer wieder sehr bewegend. Junge Frauen, alleinerziehend, viele mit Gewalterfahrung und von der Familie und Gesellschaft nicht akzeptiert, von Armut betroffen und ohne Schulabschluss. Die Bedingungen könnten kaum schlechter sein, trotzdem haben sie ein Lächeln im Gesicht und Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben und Einkommen nach der Ausbildung.

Das es aber auch nach der Ausbildung nicht automatisch rosig wird, zeigt der Besuch im StartUp! – unser Co-working Space für die Absolventinnen, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und nun Auftragsarbeiten entgegen nehmen und Kleider, Taschen, Shorts etc nähen.

Wir haben ausführlich über Preisgestaltung, Kundengewinnung und Marketing aber auch über Selbstbewusstsein diskutiert. Es kann nicht sein, dass sie an einem handgefertigten und maßgeschneiderten Kleidungsstück nur 30 ct verdienen – wie soll man davon leben oder Geld für Investitionen wie neue Stoffe haben? Eine faire Bezahlung ist wichtig – auch für das eigene Selbstwertgefühl!

Wer also mal in Bugesera vorbei kommt: haltet an und kauft Souvenirs oder lasst Euch etwas schneidern!

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