Das Leben der Anderen

Sie warten hinter der Ecke, können es kaum erwarten, dass die Schule aus ist. Unterrichtsende bedeutet für sie nicht, dass sie schulfrei haben.
Es bedeutet, dass sie nur noch kurz warten müssen, bis jemand sich um sie kümmert. Es sind 55 Kinder, die Jüngste gerade 7, der Älteste schon 16.
Sie leben auf der Straße von Gisenyi im Nordosten Ruandas.

Entweder sind die Eltern gestorben oder sie wurden verstoßen, die Eltern haben sich getrennt, es ist nicht genug essen oder Platz für Alle da, oder die Eltern sind in sehr schlechtem gesundheitlichen Zustand…
Die Gründe sind so zahlreich wie ihre vor Schmutz bedeckten, nackten Füsse.
Nach dem Warum fragt keiner, es kommt aufs Gleiche raus: sie sind allein. Auf sich gestellt. Niemand kann sich um sie kümmern.

Sie leben ein Leben in ständigem Hunger, Verwahrlosung, Schulabbruch, (Zwangs-) Prostitution, Bandenkriege, sind Vergewaltigungen ausgesetzt und damit einher der Gefahr einer HIV Kontamination.
Auch hier ist die Liste der täglichen Probleme lang.
Jeden Tag, wirklich jeden einzelnen Tag, kämpfen sie ums Überleben.

Ein kleiner Lichtblick: Unterrichtsende an der Ecole Malaika. Nachdem zahlreiche kleine Vorschulkinder aus ihren Klassenräumen gehüpft sind und sich auf den Weg nach Hause gemacht haben, verwandelt sich der Schulhof kurz darauf in eine Art Badeanstalt mit Armenspeisung.

Plastikschüsseln mit Wasser, Seife und kräftigen aber liebevolle Hände waschen die Straßenkinder gründlich ab, während der Reis im großen Topf vor sich hin kocht. Die kräftigen aber liebevollen Hände gehören der ehrenamtlichen Sozialarbeiterin der Vorschule.

Für eine kurze Zeit am Tag sind sie in guter Obhut. Sie bekommen zu Essen, mal „neue“ Kleidung, Schuhe, eine Portion Aufmerksamkeit für den Körper und die Seele und es ist auch Zeit für Spiele und Spaß.

Für eine kurze Zeit können sie unbeschwert sein, bevor sie sich auf den Weg machen müssen, um eine sichere Unterkunft für die Nacht zu finden.
Um dann am nächsten Tag wieder vor der Schule auf das Unterrichtende und einige Momente Normalität zu warten.

Besser als Nix
Reis mit Bohnen

Kosten pro Jahr für die tägliche Versorgung von 55 Straßenkinder:
Seife: 495€
Essen: 9900€ (entspricht 50ct / Tag!)
Kleidung: 200€
Schuhe: 110€
Krankenversicherung: 275€

SPENDENKONTO: HILFE FÜR MUBUGA
IBAN: DE21 4005 0150 0136 2357 93
BIC: WELADED 1MST  
Betreff: streetkids

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