Back to school

Was bei uns der Juli / August ist in Ruanda der Dezember / Januar – zumindest was die großen Ferien angeht. Ende November finden landesweit die Prüfungen statt und danach geht es für jede Schülerin und Schüler ab nach Hause. Die meisten weiterführenden Schulen in Ruanda sind boarding schools, also Internate. In den Ferien fahren die Kinder dann Heim. Zusätzlich zum Köfferchen kommt noch die Matratze unter den Arm und die Busse sind für einige Tage übervoll.

So sieht das Bild dann Mitte Januar wieder aus. Irgendwann kommt die Post von der Schule, was mit zubringen ist, welche Gebühren fällig werden und für einige Schüler gibt es sogar neue Schulen an anderen Orten.
Und wieder machen sich tausende Schüler zwischen 12 und 18 Jahren auf die Reise, mit der neuen Schuluniform, einem Rucksack, einer Matratze und zusätzlich noch Besen und Seife, ihre neuen Unterkünfte und Schulen zu beziehen.

Maß nehmen für die Schuluniform
Marcelline mit neuer Matratze
Und mit den, von der Schule geforderten, Besen und Schrubbern
Verschiedene Motos und Busse und einige Stunden Fahrzeit


Für Marcelline sah es vor ein paar Tagen nicht ganz so vielversprechend aus. Ihr wurde eine Tagesschule zugewiesen, ohne Unterkunft und Verpflegung. Der tägliche Weg ist weit und ihre Lebensbedingungen sind definitiv nicht die Besten. Nach einigen Tränen der Enttäuschung ihrerseits und Telefonaten unsererseits konnten wir noch ein Internat für sie finden. Der Vorteil für sie liegt auf der Hand: regelmässige, tägliche Mahlzeiten, eine sichere und schulnahe Unterkunft und Zeit zum Lernen. (Entspricht den Gründen für den Bau des Mädchenwohnheims in Mubuga!)
Die neue Schule ist eine bischöfliche Schule und liegt etwa 2 Stunden von ihrer bisherigen Unterkunft entfernt. Wenn man ein Auto hätte. So dauerte die Fahrt mit Umsteigen und diversen Bussen und Mopeds fast einen Tag. Marcelline hat keine Eltern mehr und möchte einfach nur zur Schule gehen und lernen können. Die Fahrt ist keine Strapaze, sondern ein Weg in eine bessere Zukunft.
Dank einer Patenschaft aus Deutschland ist das für sie möglich.
Für nur 82 ct am Tag können wir Waisen wie Marcelline Schulbildung und sogar die täglichen Mahlzeiten ermöglichen.


Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir geht das Herzchen dabei auf und ich freue mich jeden einzelnen Tag darüber, dass wir die Bildung für einige Kinder ermöglichen können. Für mich persönlich sind Unterstützungen von Bildungsinitiativen die beste Hilfen. Wenn Ihr das ähnlich seht, können wir da gemeinsam was Gutes erreichen. Vielleicht finden sich auch noch weitere Paten?



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