Kleines Senfkorn Hoffnung

Mit über 3000 Genesenen hat Ruanda nun entschieden über 15 COVID-19-Behandlungszentren auslaufen zu lassen und sich auf die häusliche Pflege in milden Fällen zu konzentrieren. Kritische Pflegezentren mit intensiver Pflege werden dagegen verstärkt.

Am 3.10. sind die letzten Patienten aus den Behandlungszentren entlassen worden und die medizinischen Fachkräfte konnten nach monatelangen Einsätzen nach Hause kommen.

Fotos: RBC

Es wurde in der vergangenen Woche rund 2.000 zufällige Fahrer, Busfahrgäste, Fußgänger und Fahrradfahrer in der Stadt Kigali getestet. Ergebnis: nur 2 positive Fälle. Das entspricht dem positiven Trend der geringen Neuinfektionen. Seit einigen Tagen sind die Neuinfektionen im einstelligen (!) Bereich. Daher konnten einige Lockerungen wie zum Beispiel eine Verkürzung der Ausgangssperre ab 22 Uhr (statt 19:00 Uhr) und Erlaubnis zum Sport in allen Bereichen umgesetzt werden.

Fotos: A. Rugema

In den kommenden Tagen wird entschieden, wann die Schulen wieder öffnen geöffnet werden können und in welchem Umfang. Klar ist jetzt schon, dass mit den Universitäten und Abschlussklassen der weiterführenden Schulen angefangen wird. Die Vorbereitungen laufen an jeder Schule, nur wann sie alle Maßnahmen umgesetzt haben werden, ist noch offen.

Seit März sind die Schulen geschlossen und die Kinder werden über Radios (Grundschule) und TV und Internet (weiterführende Schule) unterrichtet.

Zu viele Familien können sich aber nicht mal ein Radio leisten, geschweige denn ein Laptop oder Smartphone um am digitalen Unterricht teilnehmen zu können.

Die Kinder dieser Familien sind seit über 6 Monaten von jeglichem Bildungsangebot ausgeschlossen. Wieviele Kinder dauerhaft die Schulen verlassen (müssen) bleibt abzuwarten. Internationale Organisationen wie z.B. UNESCO gegen davon aus, dass besonders Mädchen stark betroffen sind. Nicht nur, dass viele Familien das Schulgeld nicht aufbringen können, auch Schulabbrüche durch ungewollte Teenagerschwangerschaften ist ein riesiges Problem.

Unser Projekt „Mama Courage“ unterstützt diese Mädchen und junge Frauen mit einkommensschaffenden Maßnahmen durch die Ausbildung in einem handwerklichen Beruf.

Bitte unterstützt diese Mädchen – sie brauchen wirklich jede Hilfe. Ein Leben in Armut, ohne Bildung und damit ohne Chance auf ein selbstbestimmtes Leben ist ansonsten vorgezeichnet. Ihr könnt ihr Leben nachhaltig ändern und Hoffnung und Zukunft schenken.

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